Der grüne Veltiner oder auch Weißgipfler ist besonders in Österreich sehr beliebt und wird auf der Hälfte der gesamten Anbaufläche angebaut. Man bezeichnet den aus dieser spätreifenden Sorte gewonnenen Wein als das österreichische Nationalgetränk.
Der grüne Veltiner hat eine grünlich – gelbe Farbe und tendiert im zunehmenden Alter zu einer herrlichen goldgelben Farbe. Die Herkunft dieser weit zurückreichenden Sorte ist unbekannt, was seiner Beliebtheit bei den österreichischen Winzern keinen Abbruch tut. Erst im 20. Jahrhundert wiederentdeckt, ist er heute einer der wichtigsten Anbausorten überhaupt. Immerhin 43,4 % der gesamten Anbaufläche Österreichs sind mit dieser Weinsorte angelegt. Der grüne Veltiner gedeiht sowohl auf mageren wie auch auf fruchtbaren Böden und reift im späten Herbst zu einer geschmackvollen und würzigen Frucht. Besonders im nördlichen Weinviertel und in der Wachau findet man diese Rebsorte.
Weine, die aus dem grünen Veltiner gewonnen werden, sind durch ihren frischen und spritzigen Geschmack bekannt, der im Nachgang eine leichte Pfeffernote offenbart. Das Bukett ist variierend und betont fruchtig. Zudem lässt sich eine leichte Citrus- beziehungsweise Pfirsichnote ausmachen, die eine angenehme Frische am Gaumen wirken lässt. Das Spektrum des Grünen Veltiner ist sehr weitreichend – angefangen bei leichten und spritzigen Weinen bis hin zur substanz- und alkoholreichen Spätlese. Der Wein gilt als lagerfähig und ist sehr beliebt.
Der grüne Veltiner ist unumstritten die Paraderebsorte Österreichs und sein Wein erfreut sich zunehmender Beliebtheit über die Grenzen hinaus. Europa, Amerika und Großbritannien – dieser Wein ist fruchtig und süffig.